Yoga und Meditation

Viniyoga

 

 

Jeder Mensch bringt für die Yogapraxis einen unterschiedlichen Hintergrund mit sich, andere Möglichkeiten und Bedingungen. Deshalb muss jedes persönliche Yogaüben auch unterschiedlich aussehen. Wer seinen Körper in einem jahrelangen Tanzunterricht zu grosser Flexibilität geführt hat, wird an anderen Übungen Freude haben, als jemand , den die Bewegungsarmut eines Büroalltags steif und unbeweglich werden liess. Wer unter chronischen Rückenschmerzen leidet, wird etwas anderes zum Üben brauchen, als jemand, dessen Knie unter bestimmten Belastungen Schwierigkeiten machen.

 

Übungsabfolgen wirken nur dann so, wie man es möchte, wenn sie ganz auf die einzelne Person mit ihrem Anliegen zugeschnitten sind. Yogahaltungen müssen immer so gelehrt und entsprechend verändert werden, dass sie den Bedürftnissen und Möglichkeiten der einzelnen Übenden angemessen sind.

 

Das kompetente Anpassen der Übungen und Konzepte des Yoga an dem individuellen Menschen wird im Yoga selbst durch ein Wort beschrieben: „Viniyoga“.

 

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Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3

 

Es gibt keinen Grund, einen Menschen, dem es beim Yoga-Üben um Gesundheit und Wohlbefinden geht, akrobatische Übungen wie die hier gezeigte Form von Natarãjãsana (Abb. 1) zu lehren. Für einen entsprechend gelenkigen Jugendlichen kann eine solche Übung eine willkommene körperliche Herausforderung sein. Allerdings gilt auch bei einem beweglichen und jungen Menschen: Nicht jede Übung, die ihm möglich ist, erweist sich für ihn auch als sinnvoll und gesund. Es gibt kaum jemanden, der bei wiederholtem Üben von Ustrãsana (Abb. 2) nicht ein hohes Risiko eingeht. Die untere Wirbelsäule kann dabei ernsthaft und nachhaltig geschädigt werden. Aber wie bei den meisten anderen Ãsanas auch, lassen sich hier Varianten finden, die solche Probleme vermeiden helfen. Ein Beispiel dafür zeigt Abb. 3.

 

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Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3

 

Viniyoga heiss jede Übung an die besondere Person anzupassen, die sie übt. Dafür bietet jedes Ãsana eine Vielzahl von möglichen Variationen. Hier zum Beispiel wird das gleiche Âsana (Matsyendrâsana) mit unterschiedlichen Beinpositionen (Abb. 1 und Abb. 2) und in einer einfachen Variante auf dem Hocker gezeigt. (Abb. 3).

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Abb. 1 Abb. 2

 

 

Im individuellen Yoga-Unterricht kann eine Yogapraxis, die zu Hause regelmässig geübt wird, ganz den Gegebenheiten , Bedürfnissen und Möglichkeiten einer Person angepasst werden. Dafür braucht es eine gute Kommunikation über Erfahrungen und Fragen, die sich beim selbständigen Üben der Yoga-Praxis ergeben.

 

Text und Bilder aus "Warum Yoga", Viveka Verlag.

 

Wünschen Sie ein selbständiges Übungsprogramm für zu Hause, dann setzen sie sich mit Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

 

Weitere Infos finden Sie unter http://www.viniyogazentrum.ch.