Yoga und Meditation

Exerzitien - Meditation

 

 

Geistliche Übungen nach Ignatius von Loyola (1491 – 1556), Gründer des Jesuitenordens.

Man kann tatsächlich sagen: Exerzitien machen heisst, die Langsamkeit entdecken. Das ist so zwar vereinfacht gesagt, trifft aber doch das Wesentliche. In den Exerzitien übst du die Langsamkeit, sie führt dich in die Achtsamkeit, z.B. wenn du während des Tages ein paar Mal innehältst, bedächtiger zuhörst und weniger konsumierst.

 

Die Geschichte eines Weisen drückt die Entdeckung der Langsamkeit folgendermassen aus: Befragt nach dem Geheimnis seines Lebens, antwortet er: Ich sitze, wenn ich sitze, ich stehe, wenn ich stehe und gehe, wenn ich gehe. Darauf sagen die Frager: Das tun wir doch auch! Der Weise bemerkt darauf: Nein, das tut ihr nicht. Wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon, wenn ihr steht, dann geht ihr schon und wenn ihr geht, dann sitzt ihr schon.

 


Was kann für dich die Entdeckung der Langsamkeit bedeuten?


Dass du langsam aufstehst, ein paar Minuten nach dem Erwachen noch liegen bleibst, ein paar Traumfetzen wahrnimmst, langsam auf den kommenden Tag vorausschaust, was auf dich zukommen wird und alles mit einem Morgengebet beendest.


Dass du beim Frühstück nicht gleichzeitig Radio hörst, in der Zeitung liest und mit deiner Familie ein paar Worte wechselst.


Dass du dir Zeit nimmst, während des Tages zum Innezuhalten und tief durchzuatmen.


Dass du vor dem Einschlafen noch einmal einen Tagesrückblick mit den traurigen und freudigen Ereignissen hältst und danach mit einem Nachtgebet den Tag beendest.


Wenn dir diese Achtsamkeit ab und zu im Alltag gelingt, wird sich deine Lebensqualität verändern.


aus: «Komm und geh» P. Willi Lambert SJ 

 

 

Exerzitienkurse:
infos www.exerzitien.ch

Wüstentage im AKI Bern  www.aki-unibe.ch 

 

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